Fotografieren ein Rueckblick.


Wie viele von Euch, gehoere ich zu den Leuten, die gerne fotografieren. Nur mache ich immer den Fehler, dass ich mir nicht genug Zeit dazu lasse. Ich muesste mal wieder allein losfahren, denn Ruth hat nicht die Geduld auf mich mit meiner Knipserei zu warten.

Eigentlich wollte ich Euch ein altes schwarz/weiss Foto von meinem Freund Winfried und mir im Sommer 1947 in Hamburg zeigen. Konnte es aber in meiner Unordnung nicht finden. Dafuer diese Bilder:

In frueheren Zeiten war das Fotografieren noch recht teuer und gerade als Schueler war das Kleingeld immer knapp, sogar schon, wenn es zur Schwarz/weisss-fotografie kam. Aber auch spaeter als ich selber schon Geld verdiente, war Farbfotografie erstens noch nicht so ausgereift  und zweitens nicht gerade billig.

So war ich ganz stolz, als ich mir endlich bei meinem ersten Deutschlandbesuch im Jahr 1958 eine 36mm Kodak Kamera leisten konnte, die ich in Mainz mit meinem Schwager zusammen kaufte, um Dias zu machen.

Dieses Bild ist meine Tante Hanni (juenste Schwester meine Mutter) und ich am Lake Michigan in Chicago im Herbst 1958. Das Bild wurde von Otto – ein Freund von Hanni – aufgenommen, dessen Buick neben mir steht.

Bild

Moeglicherweise hatte ich das Bild schon einmal gezeigt. Hanni war 1938 von Breslau nach Chicago geflohen, weil sie mit einem juedischen Arzt verheiratet gewesen war, der aber 1952 verstorben ist.

Das Fotografieren mit Dias, war zu der Zeit wesentlich erschwinglicher geworden und die Farben um einiges besser. Wir sollten dankbar sein, dass heute das Fotografieren mit der Digi fast kostenlos ist.
Hier noch ein Dia vom Sommer 1960 auch am Michigansee in Chicago mit Autos, die wir zu der Zeit in Amerika fuhren und nicht wie heutige alle ziemlich aehnlich aussehen.

Bild

Hier mal ein ganz anderes Bild, das ich 2002 aufgenommen habe, als ich mit unserem Sohn nach Europa geflogen bin, um ihm unter anderem meinen Geburtsort Tschammendorf in Schlesien, ca 30 km von Breslau, zu zeigen.
Diese Kapelle war ein Teil unseres Hauses, wo ich geboren wurde und in dieser Kapelle bin ich auch getauft worden. Nur ist sie heute bischen anders „dekoriert“, also zu sehr mit Heiligenbildern ueberladen. Ab und zu wurde auch damals darin ein katholischer Gottesdienst abgehalten. Aber normalerweise fuhren wir jeden Sonntag in unseren Nachbarort Kostenblut in die katholische Kirche.

Bild

Wir blieben waehrend der paar Tage in Breslau im Hotel Monopol und hatten fuer die Zeit einen sehr netten Taxifahrer gemietet, der fliessend Deutsch sprach und uns neben Breslau, die ehemalige Kreisstadt Neumarkt zeigte, wo ich noch kurz zum Ende des Krieges zur Oberschule ging und auch den Ort Gossendorf (das sind alles noch die ehemaligen deutschen Ortsnamen), wo meine Mutter her stammte – so auch meine Tante Hanni.

Bild

Uebrigens wurde ich im Hotel Monopol darauf aufmerksam gemacht, wie nobel es schon lange da herging, da sogar Adolf Hitler da uebernachtet hat. 🙂 Auf dem Bild steht der Taxifahrer und unser Sohn bei dem Taxi.

Bilder koennen mit anklicken etwas vergroessert werden.

Advertisements

Über khecke

I was born in Lower Silesia and moved to Hamburg after the war. In 1957 I moved to America and lived the longest time in and around Chicago. January 1994 I retired and moved to Northwest Arkansas. I'm married to Ruth since November 1959 and very happy with her. Plenty of hobbies and never bored.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Fotografieren ein Rueckblick.

  1. ute42 schreibt:

    Ja, das sind Erinnerungen, lieber Karl-Heinz. Eure Autos damals lassen bestimmt heute noch die Herzen mancher Autofans höher schlagen.

  2. wildgans schreibt:

    Ich finde nicht, dass man das „Nobel-sein“ eines Hotels auf diese Weise durch diese üble Person hervorstellen sollte…vielleicht hast Du, lieber Karl-Heinz, das ja auch kritisch gesehen?
    Ansonsten sehr interessant, da auch die Heimat meiner Großeltern!

  3. Christa J. schreibt:

    Karl-Heinz, ich danke dir erst einmal ganz herzlich für deinen Besuch auf meinem Blog, über den ich mich sehr gefreut habe. 🙂
    Du lebst ja schon seit vielen Jahren in de Staaten, wie ich gelesen habe, lebtest aber auch lange Zeit in Hamburg.
    Die Fotos, die du heute mitgebracht hast, fallen in die Kategorie „besonders wertvoll“. Damals überlegte man sich 10x, bevor man den Auslöser einer Kamera betätigte, ob man dieses Motiv aufnehmen sollte oder nicht, denn das Fotografieren war in der Tat kein preiswertes Vergnügen.
    Mit Einzug des digitalen Zeitalters hat sich alles geändert. Da wandern ganz schnell ein paar nicht gelungene Aufnahmen in die besagte Tonne und gut ist es.
    Die Autos auf den Fotos sind heutzutage richtige Oldtimer und für den einen oder anderen würde so mancher eine richtige Stange Geld locker machen.

    Schick dir ganz liebe Grüße über den großen Teich
    Christa

  4. emhaeu schreibt:

    Feine Autos hattet ihr – das „Monopol“ muss ja früher eine Institution gewesen sein, meine Eltern übernachteten dort, wenn sie das Dorfleben einmal satt hatten und zwei oder drei Tage in der Stadt verbrachten. Später, 1973, als sie das erste Mal wieder in Schlesien gewesen sind, waren sie auch im „Monopol“ – wir Kinder dagegen auf einem ziemlich schrecklichen Campingplatz. Mein Vater wollte danach nie wieder nach Schlesien, was aber nicht am Hotel lag …
    Liebe Grüße, Martin

  5. Traudi schreibt:

    Ich bin auch froh darüber, dass es die Digikamera gibt. Weil ich gerne und viel fotografiere, wurden beispielsweise die Urlaubsfotos ganz schön teuer. Jetzt knipst man einfach drauf los – die Fotos, die nichts geworden sind, löscht man einfach.

    Die Reise mit deinem Sohn nach Breslau war für euch sicher ein besonderers Erlebnis.

    Viele Grüße
    Traudi

  6. Christa schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,
    deine „alten“ Fotos sind wunderbar und wahre Schätze. Diese Autos!!!! Herrlich!!
    Ich gehöre auch eher zu den „Schnell-Knipsern“, habe nicht die Geduld, lange „rumzufummeln“. Aber trotzdem finde ich, werden meine Bilder ganz gut.
    Liebe Grüße an euch beide,
    Christa

  7. Brigitte schreibt:

    Lieber Karl-Heinz, sei herzlich gegrüßt.
    Da hast Du ja „Bild-Schätzchen“ herausgesucht. Ich denke mal, für Deinen Sohn wird es ein besonderes Erlebnis gewesen sein, Deine Heimat etwas kennengelernt zu haben und Du hattest viele Erinnerungen aufgefrischt.
    Ich bin nur selten am Computer. SchwieMu und Wolfgang brauchen stets meine Hilfe und somit sind die Tagesstunden für mich oftmals reichlich ausgefüllt.
    Nun hat Wolfgang einen Faltrollstuhl und dafür beantragten wir noch die elektr. Schiebehilfe, die auch genehmigt werden muß, damit ich es leichter zum Schieben habe.
    Ich hoffe, Ihr Beide seid wohlauf und wünsche alles Gute.
    Bis zum Wiederlesen sagt tschüssi Brigitte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s