Wie sich eine Sprache veraendert


Manchmal hat man die die Gelegenheit etwas in einem sehr alten Deutsch zu lesen, wie beispielsweise, dieses kleine Gedicht von Süßkind von Trimberg:

Das charakteristischste seiner Gedichte ist wohl die Fabel vom Wolf:

Ein Wolf viel jaemerlichen sprach:
Wâ sol ich nû belîben,
Sît ich dur mînes lîbes nâr
Muoz wesen in der âhte?
Darzuo sô bin ich geborn, diu schult, diun ist nicht mîn;
Vil manic man hât guot gemach,
den man siht valscheit trîben
unt guot gewinnen offenbâr
mit sündeclîher trâhte;
der tuot wirser vil, dan ob ich naem ein genslein.
Jân hab ich nicht, des goldes rôt
Zegebene umb mîne spîse,
des muoz ich rouben ûf den lip durch hungers nôt,
der valsch in sîner wîse ist schedelîcher, dan ich,
unt wil unschuldic sîn.

Fuer mich ist das nicht mehr voll verstaendlich und wenn ich ploetzlich im 13. Jahrhundert in Deutschland aufwachen wuerde, haette ich wohl groessere Schwierigkeiten mich mit den Leuten zu unterhalten.
Manchmal stelle ich mir vor, wenn wie es wohl waere, wenn man in einem ganz anderen Zeitalter irgendwo aufwachen wuerde. Wie wuerde man dann uebehaupt ueberleben?

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Über khecke

I was born in Lower Silesia and moved to Hamburg after the war. In 1957 I moved to America and lived the longest time in and around Chicago. January 1994 I retired and moved to Northwest Arkansas. I'm married to Ruth since November 1959 and very happy with her. Plenty of hobbies and never bored.
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10 Antworten zu Wie sich eine Sprache veraendert

  1. Andrea schreibt:

    und die ist SO ganz anders oder lieber KARL–HEINZ???Wünsche dir einen schönen Donner-s-TAG…HERZlichst ANDREA:))

  2. Elke schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,
    ich verstehe davon auch nur einen Teil. Und das ist genau das, woran ich bei vielen Mittelalterfilmen im TV oft denke: dass diese Schwierigkeiten der Verständigung überhaupt nicht thematisiert werden – nicht nur bei Zeitreisen in Fantasy oder Sci-Fi Geschichten. In Zeiten, in denen die meisten Menschen weder lesen noch schreiben konnten, will man uns einreden, dass sie weite Reisen unternehmen konnten und sich praktisch problemlos überall verständigen konnten (gerade eben wieder in „Die Pilgerin“) – das ist einfach ein Witz.
    Herzliche Grüße von Elke – die gerade für den nächsten Urlaub Spanisch paukt – ¡Hasta luego!

  3. Traudi schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,
    wenn ich ins 13. Jahrhundert zurückfallen würde, hätte ich auch Schwierigkeiten, diese Sprache zu verstehen.
    Aber andersrum stelle ich mir diese Leute vor, die in unserem Jahrhundert leben müssten, mal abgesehen von der Sprache.
    Außerdem bin ich der gleichen Meinung wie Elke. Ich lese gerne historische Romane und schaue gerne mittelalterliche Filme an. „Die Pilgerin“ war eine Zumutung!

    Liebe Grüße
    Traudi

  4. leonieloewin schreibt:

    Auch ich hätte Schwierigkeiten, aber mit der anderen Zeit – eine spannende Vorstellung. LG Leonie

  5. OceanPhoenix schreibt:

    Lieber Karl-Heinz 🙂

    Nun hab ich erstmal alles nachgelesen, was ich bei dir verpasst hatte – und gratuliere dir zuallererst noch ganz, ganz herzlich zu deinem „runden“ Geburtstag 🙂 Alles erdenklich Gute fürs neue Lebensjahr wünsch ich dir! Und für Euch alle ein frohes, gesundes 2014.

    Schön, dass ihr so toll gefeiert habt 🙂 Die Bilder sprechen „Bände“ – einfach klasse. Ja, von den Kleinen kann man lernen in Bezug auf die moderne Technik ..

    Also von diesem Text versteh ich auch nicht alles – obwohl wir damals im Deutsch-Leistungskurs das alte Deutsch als Unterrichtseinheit hatten. Aber das ist laaange her 😉 Faszinierend, wie sehr sich die Sprache verändert hat und immer noch weiter wandelt.

    Liebe Wochenendgrüße schickt dir
    Ocean

  6. stellinger schreibt:

    Lieber Karl-Heinz!
    Ich stelle mir das Versetzen in ein anderes Jahrhundert so vor, als müsste ich eine neue Fremdsprache lernen.
    Ich glaube, dass Sprachen sich ständig verändern. Aus unserer schönen deutschen Sprache, die einst und heute von Dichtern gepflegt wurde, wird langsam eine Mischung aus Deutsch und Englisch — also Denglisch . . .

    Herzliche Grüße und ein angenehmes Wochenende für Ruth und Dich
    Jürgen

  7. Brigitte schreibt:

    Lieber Karl-Heinz, ich grüße Dich herzlich und möchte mich zu aller erst bei Dir entschuldigen, daß ich Dich nicht zu Deinem Geburtstag gratulierte. Das möchte ich aber heute nachholen und wünsche Dir ein gesundes, neues Lebensjahr mit vielen glücklichen Momenten.
    Ich bin nur noch selten am Computer, da ich mich viel bei der Schwiegermutter aufhalte. Sie braucht häufig meine Begleitung zu Arztterminen und einkaufen muß ich auch mit ihr. Leider muß Wolfgang dafür auf meine Hilfe bei ihm länger auf mich warten.
    Im Sprachgebrauch sind schon viele Worte, die ich als Kind noch verwendete, verloren gegangen. Sogar ich habe manche Begriffe vergessen und erinnere mich nur daran, wenn ich sie wiedermal höre.
    Das Deutsche Wort wird oftmals englisch-modern umbenannt und dadurch verlieren wir die klare deutsche Benennung.
    Ich hoffe, daß es Dir und Deiner Frau gut geht und sage tschüssi bis zum Wiederlesen, Brigitte

  8. kelly schreibt:

    moin karl-heinz,
    *grins* und plötzlich werd ich auf dem mittelaltermarkt (hier sehr in mode) gefragt wieviel goldtaler mir den das brot von wert wäre?
    ich: häh?

    doch jetzt bin ich vorbereitet und freue mich auf die nächste veranstaltung.
    ob ich in der zeit leben möchte? vielleicht, zumindestens wenn die technik mich mal wieder überfordert ;).
    lg kelly

  9. minibares schreibt:

    ich kann es auch nicht voll verstehen.
    Das meiste geht irgendwie.
    Aber alles klappt nicht.
    Ein toller Versuch.
    Ich fürchte, wir würden uns im Mittelalter nicht zurechtfinden.
    Ganz liebe Grüße
    Bärbel

  10. Renate schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,
    auch ich war schon lange nicht mehr in Deiner HP und musste nun vieles nachlesen!
    Die Zeit rast ja nur so dahin! Es ist echt schlimm! Wenn man älter wird, dann ist das halt so, gell?
    Lieber Karl-Heinz, natürlich möchte ich Dir auch nachträglich, aber genau so herzlich, zu Deinem 80. GEBURTSTAG gratulieren! Du hast an Deinem Tag ins NEUE JAHR hinein gefeiert. Das ist auch sehr schön! Deine kleine Enkelin hat Dir eine wunderbare Geburtstagstorte überreicht.
    Sogar Winterbilder MIT SCHNEE hast Du uns gezeigt – und Eiszapfen!!! MeinGott, davon können wir hier nur träumen.
    So gerne würde ich auch noch einmal im Schnee spazieren gehen. Sieht nicht so aus, dass der Winter bei uns Einzug hält! Es ist grau, nass und nebelig!

    Ich möchte auch nicht im 13. Jahrhundert wach werden. Nein, ganz bestimmt nicht! Wir können froh sein, wenn wir mit der heutigen Zeit und ihren Tücken zurecht kommen. Natürlich ist es interessant über diese Zeit zu lesen, das schon!

    Lieber Karl-Heinz, ich wünsche Dir und Deiner Familie noch ein gutes, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2014! Möge es ein friedliches und zufriedenes Jahr werden.

    Herzliche Grüße aus dem Saarland schickt Dir

    Renate und Ehemann Gert

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