Alte Gluehbirnen


Wozu alte Gluehbirnen noch gut waren.

Man konnte sie als Ersatzstopfpilz benutzen, wenn man die Ferse bei Socken stopfen wollte. Aber wer tut das noch heute? Also braucht man die alten Gruehbirnen auch nicht mehr. Heute wirft man beide Socken weg, auch wenn nur einer ein Loch hat, denn meist passen sie im Muster nicht mit den anderen Sockenpaaren die man hat zusammen und wer will schon mit zwei verschiedenen Socken rumlaufen, falls er nicht Albert Einstein ist. 🙂

Was wird heute nicht alles weggeworfen, was teilweise noch funktioniert. Unter anderem alte Roehrenfernseher, die zwar noch 100%ig funktionieren, aber man nicht einmal verschenken kann, weil sie niemand mehr haben will und jeder laengst auf die Flat-Screens umgestiegen sind. Zumindest kann man noch alte Autos in Zahlung geben, wenn sie noch tadellos laufen, wie wir er vor kurzem getan haben. Ruth sagte zwar es waere wirklich nicht notwendig gewesen und da wir nicht rauchen, waren sogar die Aschenbecher im Auto sauber.

Also die Wegwerfgesellschaft hat uebernommen und oft ist eine Reparatur bei einem Geraet zu teuer, sodass man sich eher ein neues Geraet kauft und die Muellberge stapeln sich. Je mehr man sich von dem Zeug kauft, je mehr muss man eines Tages das alte Zeug wieder los werden und das kostet eben auch Geld.

Diese Gedanken hatte ich, als ich vorhin den Muell rausgebracht habe.

Der Herbst macht sich auch in Nordwest Arkansas bemerkbar. nachdem wir heute morgen endlich mal wieder Regen bekommen haben, hat es sich noch mehr abgekuehl und ich sah gerade auf’s Thermometer und es waren nur noch 27 Grad Celsius. Also brauchen wir keine Klimaanlage mehr, was auf der anderen Seite bischen Geld spart.

Morgen muss ich zum Zahnarzt, aber nur um – wie alle drei Monate – meine Zaehne von der Hygenistin (weiss nicht ob man sie in deutsch so nennt) saeubern zu lassen und werde auf dem Rueckweg etwas einkaufen.
Am Donnerstag fliegt Ruth nach Florida, weil ihre Schwester Jean heute eine Operation hatte. Sie will Jean dann, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt, behilflich sein und zwar 3 Wochen – also werde ich diese 3 Wochen Strohwitwer sein. Aber ich bin nicht allein, da unser kleiner Hund „Toto“ und unsere Katze „Kitty“, die in der Zwischenzeit beide ca. 16 Jahre alt sind, von mir versorgt werden muessen, dafuer geben sie mir bischen Gesellschaft und zu tun gibt es bei uns mehr als genug – also bestimmt keine Langeweile. Verhungern werde ich auch nicht. Ich kann immer noch zu meiner Schwiegertochter Judy fahren.
Image

Hier ist Judy mit der roten Bluse und ihrer Kusine Jessilyn  mit gruener Bluse, die auch in der Naehe wohnt.

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Über khecke

I was born in Lower Silesia and moved to Hamburg after the war. In 1957 I moved to America and lived the longest time in and around Chicago. January 1994 I retired and moved to Northwest Arkansas. I'm married to Ruth since November 1959 and very happy with her. Plenty of hobbies and never bored.
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7 Antworten zu Alte Gluehbirnen

  1. ute42 schreibt:

    Dann genieße mal dein Strohwitwer-Dasein 🙂

  2. einfachtilda schreibt:

    Alles Gute dir und bei uns pustet gewaltig der Herbstwind, gar kein freundliche und warmes Herbstwetter 😦

    LG Mathilda ♥

  3. Irmi schreibt:

    Ich wünsche dir eine gute Zeit. Strohwitwer ist auch mal ganz
    unterhaltsam.
    Ansonsten sind deine Gedankengänge lesenswert. danke dafür.
    Liebe Grüße
    Irmi

  4. OceanPhoenix schreibt:

    Alles Gute für Ruths Schwester, lieber Karl-Heinz ..dass sie schnell wieder auf die Beine kommt. Und für dich eine angenehme Zeit mit den Vierbeinern. Das ist ja echt ein stolzes Alter bei den beiden!

    Um die Temperaturen bei Euch beneide ich Euch ja .. Wir haben hier zwar 15 Grad, aber es ist stürmisch und nass. Drinnen wird’s auch nicht warm, wir haben die Heizung angeschaltet.

    Die Gedanken zur Wegwerfgesellschaft hatte ich auch schon ..

    Liebe Grüße zu dir,
    Ocean

  5. Träumerle Kerstin schreibt:

    3 Wochen allein? Ui – das ist eine lange Zeit. Na bloß gut, dass Du Deine Lieben in der Nähe hast, wenn der Magen knurrt und der Kühlschrank leer ist.
    Lachen muss ich über die Glühbirne als Stopfpilz. Ich habe einen alten aus Holz, rot angemalt mit weißen Punkten – also ein richtiger Pilz. Ich stopfe noch Socken, denn bei einem kleinen Löchlein werf ich sie noch nicht weg.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  6. Lemmie schreibt:

    Lieber Karl-Heinz!
    Ich gehöre noch zu der Generation, die Socken stopft. An eine Glühbirne als Stopfpilz dachte ich noch nie. Aber einen Schöpflöffel (Suppenkelle) musste schon einmal als Ersatz herhalten.
    Zur Wegwerfgeneration: Die alten Geräte konnten auseinander geschraubt werden, da war oft eine Reparatur mit etwas Verstand selbst möglich. Auch habe ich früher zum Beispiel Elektrostecker repariert, wenn das Kabel defekt war. Das ist ja jetzt nicht mehr möglich, weil alles verschweißt ist. Auch ist kaum ein Gerät mehr verschraubt, Verschweißung ist üblich. Da kann nicht mehr repariert werden, es muss entsorgt werden. Da gibt es bestimmt noch viele weitere Beispiele.
    Lieben Gruß
    Lemmie

  7. Sara schreibt:

    Doch, bei uns wird noch gestopft, Karl-Heinz! Wir sind nicht so fürs Wegwerfen! Das geht, wenn man es wirklich will! Stopfen ist gar nicht schwer! Schließlich ist es auch Ausbeutung der Menschen in der sog. Dritten Welt, die für uns Wegwerfartikel en masse produzieren. Das muß wirklich nicht sein!

    Auch wenn Reparaturen „zu teuer“ sind, so leisten wir sie uns dennoch,. Denn wenn man immer alles billig-billig haben will, muß man sich nicht wundern, wenn es mit unserer Welt immer mehr abwärts geht. Wir haben bei vielem die die freie Wahl, wie wir uns entscheiden.

    Manches ist freilich nicht so einfach, da es dafür leider keinen Ersatz mehr gibt. Alte Uhren zum Beispiel … da muß man dann regelrecht einen Hobby-Feinmechaniker finden, der sich damit auskennt und vor allen Dingen noch die notwendigen Ersatzteile auf Antikmärkten o.ä. zu beschaffen versteht.

    Gute Gedankengänge und danke fürs Teilhabenlassen!

    Ein stolzes Alter haben die beiden Tierchen. Die Maja, Katze meiner Mutter starb auch mit 16 Jahren. Kitty ist auch schon wieder über 10 Jahre alt. Man merkt eben doch, wenn die Tiere es gut haben.

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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