Wieviel Zeit hat man, um zu lesen?


Ich ueberlege mir jedesmal, ob ich mir dieses oder jenes Buch kaufen soll – habe ich wirklich Lust es zu lesen und lese ich nicht schon genug im Internet? Ruth liest viel mehr Buecher als ich und holt sich die meisten Buecher aus der Leihbuecherei, die durch unsere Steuern sowieso bezahlt wird, also man sich die Buecher kostenlos leihen kann. Zeitung lesen wir schon lange nicht mehr, weil Zeitungen viel zu langsam sind und die Neuigkeiten meist schon nicht mehr neu sind, wenn sie gedruckt werden.

Aber am Donnerstag habe ich dann doch dieses Buch gekauft, nachdem ich es mir schon vor paar Wochen vorher angesehen hatte.

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Es ist mehr oder weniger ein Geschichtsbuch ueber das Leben von John Fitzgerald Kennedy, also nicht nur die letzten Tage, sondern schon von seiner Geburt an. Das Buch hat 318 Seiten und ist halbwegs ein Bilderbuch, denn fast alle Seiten haben ein Bild, trotzdem ist es interessant geschrieben – eine Zeit zu der ich zumindest schon teilweise in Amerika lebte. Als er im November 1960 gewaehlt wurde, lebte ich immerhin schon 3 Jahre in den USA und als er am 22. November 1963 erschossen wurde, war ich 29 Jahre alt und arbeitet gerade bei einer Firma, die Kraftstoffleitungen fuer die Saturn 5 Rakete herstellte, mit der man damals zum Mond geflogen ist.

Alte Erinnerungen kommen hoch. Es ist immer ueberraschend wieviel man mit der Zeit vergisst und all die Personen, die mit Kennedy in Verbindung gekommen sind. Von Nikita Khruschev, Fidel Castro, Martin Luther King und nicht zuletzt Lee Harvey Oswald von dem er erschossen wurde – und viele mehr. Dazu kommt, dass vieles in dem Buch steht, was mir weniger bekannt war, beispielsweise das JFK 7 Geschwister hatte. Zwar wusste ich, dass er im zweiten Weltkrieg in der Navy war und im Pazifik sein PT 109 Schnellboot von den Jaganer versenkt wurde, aber nicht alle Einzelheiten.
Jedenfalls habe ich es nicht bereut, das Buch gekauft zu haben.

Uebrigens habe ich das Buch bei Sam’s (Discoubter von Walmart) gekauft, wo man jetzt dazu ueber geht, dass man sich, wie auch schon bei Wal*Mart selber „ausscheckt“, d.h. es keine Kassiererin mehr gibt. Ich versuche immer da anzustellen, wo noch jemand eine Kasse bedient.

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Über khecke

I was born in Lower Silesia and moved to Hamburg after the war. In 1957 I moved to America and lived the longest time in and around Chicago. January 1994 I retired and moved to Northwest Arkansas. I'm married to Ruth since November 1959 and very happy with her. Plenty of hobbies and never bored.
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10 Antworten zu Wieviel Zeit hat man, um zu lesen?

  1. ute42 schreibt:

    Das ist sicher ein sehr interessantes Buch. Ich habe eines von seiner Jugend „JFK Reckless Youth“ von Nigel Hamilton. Allerdings habe ich mich noch nicht dazu entschließen können, es mal anzufangen. Für mich ist das Englisch schon etwas anstrengend und ich brauche viel Zeit dazu.

  2. Lemmie schreibt:

    Hallo Karl-Heinz!
    Bücher sind mir viel lieber, als das Lesen am PC. Auch ich bin in einer Leihbücherei eingeschrieben und lese wann immer es möglich ist.
    Das Buch über das Leben von JFK ist bestimmt sehr interessant zu lesen. Es gibt da immer Informationen, die vielleicht noch nicht in die Öffentlichkeit gedrungen waren.
    Lieben Gruß
    Lremmie

  3. Pit schreibt:

    Hallo Karl-Heinz,
    mir geht es ähnlich: viel zu wenig Zeit zum Lesen in „echten“ Büchern! Und dabei bin[oder eher „war“] ich doch eigentlich immer eine „Leseratte“. Wenn ich Bücher kaufe, dann eigentlich am liebesten in einer „richtigen“ Buchhandlung. Und zwar auch, um diese Sparte vom Niedergang zu retten. Leider haben wir nur noch zwei davon in San Antonio. Es ist für mich ganz etwas Anderes, zwischen Regalen herumzuwandern, Bücher in die Hand zu nehmen und durchzublättern, und auch – und das gibt’s tatsächlich noch – kompetente Verkäufer zu finden, die einem etwas zu den Büchern sagen können. Das ist ganz etwas Anderes, als in einem seelenlosen online Katalog zu blättern – so bequem das auch ist. Ich gebe zu, das nutze ich auch, ebenso wie E-Books. Diese vorzugsweise, damit ich im Urlaub nicht so viele Bücher mitschleppen muss. Und unsere Leihbibliothek hier in Karnes City nutzen wir auch häufig, einfach deswegen, weil wir nicht mehr viele neue Bücher im Hause unterbringen können.
    Eine „Zeitung aus Papier“ haben wir auch, und wir möchten nicht darauf verzichten. Ich will auch da blättern können. Und aktuell genug ist sie allemal auch. Um aktueller zu sein, müsste ich sonst ja ständig vor dem Fernseher hocken und alle Nachrichtenkanäle zappen.
    Ansonsten: freut mich, dass Du ebenso „altmodisch“ bist wie ich und die Kassen vorziehst, wo noch ein/e Kassierer/in persönlich vorhanden ist. Das will ich auch. Ebenso wie ich am Flughafen immer noch den persönlichen Check-in gegenüber dem elektronischen Self-Check-in vorziehe. Auch meine Bordkarte drucke ich aus, damit ich sie auf dem Papier habe – nicht wie meine Frau auf ihrem Handy. Und bis vor einiger Zeit habe ich mir mein Flugticket immer noch auf Papier ausgedruckt zuschicken lassen. Ja, ich bin altmodisch und ich stehe dazu. 😉
    Liebe Grüße auch sem südlichen Texas,
    Pit

  4. giselzitrone schreibt:

    Hallo lieber Karl-Heinz danke für deinen Besuch ich wünsche dir einen schönen Sonntag ja Bücher habe ich auch lieber obwohl ich ja heute nicht mehr so viel lese wegen der Augen.Hir in Deutschland haben wir heute keine Sonne obwohl es sehr warm ist, wir hatten wir bis jetzt ja Glück mit dem Wetter und das Nasses Frühjahr hat der Sommer wieder gut gemacht,bei uns ist das Korn schön ab es sieht schon aus wie Herbst,die Zeit rast nur so eine Woche ist gar nichts.Ich hoffe das es dir Gesundheilich gut geht dir und deiner Familie natürlich auch.Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag Grüße dich Herzlich.Gislinde

  5. OceanPhoenix schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,

    da sagst du was über das Lesen ..es geht mir ganz genauso. Erst gestern haben wir wieder darüber gesprochen. Man liest so viel im Internet, und auch sonst – viele Aktivitäten – ich habe schon länger kein Buch mehr ganz gelesen. Vorm Einschlafen – schlafe ich sofort darüber ein 🙂

    Aber dein Buch würde mich brennend interessieren. Mich interessiert alles, was mit der Kennedy-Familie bzw. dem Attentat zu tun hat, wir haben mehrere Filme darüber gesehen und auch Literatur zum Thema daheim ..diese ganze Zeit damals fasziniert mich .. obwohl ich damals ja noch gar nicht geboren war.

    Der US-Krimi-Autor James Ellroy greift das Thema in seinen Büchern ja auch immer mal wieder auf, z.T. natürlich fiktiv aus seiner Sicht. Wir haben alles von Ellroy, teilweise auch auf Englisch, haben die Verfilmungen seiner Romane gesehen (z. B. The Black Dahlia oder L.A. Confidential) und mein Mann war einmal bei einer Lesung des Autoren, als er Deutschland besucht hat ..von seinem Roman Blood’s A Rover.

    Ich schick dir liebe Grüße und wünsche dir und deiner Familie ein schönes Wochenende,
    Ocean

  6. kelly schreibt:

    hallo karl-heinz,
    zuerst hab ich eine frage zum lesen:
    lieber englische oder deutsche texte?
    meine tante, gebürtige deutsche, liest nun lieber niederländisch.
    ein interessantes buch hast du dir ausgewählt 😉 passt in kerkis rubrik *leben mit büchern*.
    lg kelly

    • khecke schreibt:

      Kelly, es macht keinen Unterschied fuer mich, ob das Buch in deutscher oder englischer Sprache geschrieben ist. Ich war damals 23 Jahre als ich nach Amerika kam und bin hier noch zum College gegangen, wo es fuer alle notwendig war 2 Semester in der englischen Sprache zu nehmen.
      Vor allem das amerikanische Englisch (USA und Canada) ist mir heute so vertraut. Nur wenn jemand aus England oder Australien mich mit deren Aussprache anspricht muss ich genauer hinhoeren, wie beispielsweise wenn jemand aus der Schweiz sein Deutsch benutzt.

  7. Träumerle Kerstin schreibt:

    Dieses Buch ist ganz sicher interessant, es ist Geschichte – dramatische Geschichte.
    Bibliotheken sind bei euch kostenlos? Hier muss ein Jahresbeitrag gezahlt werden, egal wie oft man sich ein Buch ausleihen kommt. Als Kind war ich in der Bücherei, heut nicht mehr. Bücher kaufe ich selten, komme nicht mehr so viel zum Lesen.
    Liebe Grüße von Kerstin, die jeden Tag die Tageszeitung liest – das muss sein 🙂

    • khecke schreibt:

      Kerstin, die oeffentlichen Leihbuechereien werden durch unsere Grundsteuern bezahlt,genauso wie die Grund- und Ober-Schulen. Also braucht man da nichts extra bezahlen, wenn man sich Buecher leiht. Sie freuen sich jedoch, wenn man trotzdem noch etwas Geld gibt. Private Leihbuechereien habe ich hier noch keine gefunden – moeglicherweise gibt es die auch.
      Auf der anderen Seite geben wir gekaufte und gelesene Buecher an die Leihbuechereien falls sie die gebrauchen koennen, denn so viele Buecher kann man garnicht zu Hause unterbringen.

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