Saint Paul


Wir wohnen etwas ausserhalb des kleinen Kaffs Saint Paul in Nordwest Arkansas und wenn wir etwas einkaufen wollen, fahren wir meist nach Fayetteville, das ca. 50 km von uns entfernt liegt.
Immerhin habe sie unser kleines Postamt noch nicht geschlossen, nur die Oeffnungszeiten um die Hälfte gekürzt, weil die Post, wie fast alles was von unserer Bundesregierung gehandhabt wird, pleite ist.
Bilder können zur Vergrösserung angeklickt werden.
Image

Ausserdem  haben wir ein Rathaus (City Hall) in Saint Paul, was natürlich ein Witz ist.  Immerhin habe  ich mir vorhin da Kunststoff-Müllsäcke in orange und blau gekauft. Die in orange sind für den normalen Müll und die blauen für Recycle-Zeug.
Image

Der Vorteil mit den Müllsäcken ist, dass ich die ganz voll fülle und das kann meist 2 Wochen dauern. Papier und Pappe sowie Holz verbrenne ich ab und zu im Winter in unserem Ofen, obwohl wir normalerweise Erdgas für die Heizung benutzen. Dieser holzbrennende Ofen gibt jedoch eine angenehmere und molligere Wärme von sich als die zentrale Gasheizung. Ausserdem brauchen wir, sollte mal wieder die elektrische Stromversorgung im Winter nicht funktionieren, nicht frieren, denn die Zentralheizung braucht auch Strom, um zu laufen.

Das ist das etwas neuere Gebäude von unserer freiwilligen Feuerwehr, bei der ich 11 Jahr Mitglied war, aber jetzt doch bischen zu alt dafür geworden bin – die Schläuche wurden scheinbar von Jahr zu Jahr schwerer. 🙂

Image

Anfangs hatten wir nur ein kleines Gebäude mit einem Löschwagen.

Für unser Seelenheil gehen wir an manchen Sonntagen zu dieser Kirche, die auch ziemlich neu gebaut wurde. Eigentlich bin ich katholisch, aber die nächste katholische Kirche ist ziemlich weit weg und so super religiös bin ich sowieso nicht. Ich sage mir immer, man soll es mit der Religion nicht übertreiben.
Hinten dieser Querbau habe sie erst neulich angebaut. Sie haben des öfteren auch so kleine Zusammenkünfte, die eigentlich weniger religiöser Natur sind, sondern mehr um ein familiäres Zusammenheitsgefühl zu bekommen. Wobei es meist mit essen verbunden ist, was ich weniger brauche, denn ich bin keineswegs unterernährt.
Image
So heute habe ich nur diese vier Bilder aufgenommen und werde sie nachher in die Website von unserem Ort einfügen, die ich unterhalte, damit unser Kaff zumindest bischen auf dem Internet erscheint.

http://stpaul760.tripod.com

Ist zwar bischen billig gemacht, aber auf der anderen Seite habe ich keine Lust extra dafür Geld auszugeben – so wichtig ist mir das auch nicht. Logischerweise schreibe ich da alles in Englisch.

Motorradfahrt durch Saint Paul, Arkansas auf youtube:

Advertisements

Über khecke

I was born in Lower Silesia and moved to Hamburg after the war. In 1957 I moved to America and lived the longest time in and around Chicago. January 1994 I retired and moved to Northwest Arkansas. I'm married to Ruth since November 1959 and very happy with her. Plenty of hobbies and never bored.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Saint Paul

  1. Pit schreibt:

    Hallo Karl-Heinz,
    Euer „Kaff“ sieht ja noch kleiner aus als Unseres! Aber Ihr seid – gegenüber Karnes City – ja echt fortschrittlich: Ihr macht ja Mülltrennung! WOW! Wenn auch nur in zwei „Sorten“, aber bei uns ist so etwas überhaupt nicht möglich: alles wandert in ein und dieselbe Tonne. Und hier bei uns selber – nur knapp 2 Meilen vom „Stadt“zentrum entfernt – wird Hausmüll gar nicht abgeholt. Wir könnten zwar für $80/Monat einen Riesencontainer an der Straße haben, aber erstens ist uns das viel zu viel Geld, zweitens verschandelt er die Einfahrt und drittens würde da immer nur der Boden bedeckt sein, wenn er geleert wird. Also haben wir eine Mülltonne, die wir dan, wenn sie voill ist [und das ist so im Durchschnitt alle 14 Tage] selber zur örtlichen Müllsammelstation fahren. Kostet uns gerade mal $2/Tonne.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit
    http://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/2012/08/21/mullabfuhr/

  2. emhaeu schreibt:

    Bei Euch sieht die Feuerwehr ja so aus wie das Rathaus und das Rathaus so wie die Kirche! …. Was mir gefällt, ist, wie klein das Rathaus ist: Hier wachsen die Rathäuser sozusagen von Jahr zu Jahr, obwohl die Stadt pleite ist, an der Verwaltung wird zuletzt gespart ….
    Einen schönen Gruß! Martin

  3. emhaeu schreibt:

    Ist ja wirklich ein schönes Land, so viel Grün und so viel Wald! Und so wenig Verkehr!

  4. OceanPhoenix schreibt:

    Ein schöner Einblick in Euren Ort, lieber Karl-Heinz. Mülltrennung ist bei uns auch üblich .. Restmüll und Biomüll in der Hauptsache, es gibt aber auch noch weitere Trennungen – und natürlich werden Flaschen/Glas und Papier/Zeitungen, Kartonnagen etc getrennt in Containern entsorgt.

    Liebe Grüße zu dir,
    Ocean

  5. juergenfabel schreibt:

    Dann geht es Euch, was die Schließungen der Postämter betrifft, ähnlich wie uns. Eins nach dem anderen wird geschlossen. Statt dessen wird in „Tante Emma-Läden“ jeweils eine kleine Postecke eröffnet.
    Im Mülltrennen sind die Deutschen bekanntermaßen Weltmeister. So haben wir am Haus eine blaue Tonne für Papier und Pappe, eine gelbe für Wertstoffe wie Plastik und Verpackungen, eine grüne für Biomüll wie Gras und Zweige und eine graue für den Restmüll (Abfälle).
    Hast Du die Motorradfahrt selbst gefilmt?
    LG Jürgen

  6. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ui – jetzt bin ich nach ca. 28 Jahren mal wieder Motorrad gefahren. Also mitgefahren, selbst gefahren bin ich nie. Viel zu sehen gibt es ja nicht bei euch. Und alles sieht so gleich aus, Fertigteilbauten. Ob Kirche oder Rathaus, alles fast gleich.
    Müll wird hier auch getrennt. Nur Bioabfälle kompostieren wir selbst und sparen uns die Kosten für die Tonne. Außerdem riecht es dann im Hof nicht so unangenehm, wenn im Sommer die Maden die Reste erobern.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  7. Elke schreibt:

    Hallo Karl-Heinz,
    so habe ich die USA in Erinnerung – Straße, immer wieder endlose Straße. Über den Satz mit der Post musste ich lachen, das klingt wie bei uns. Fährst du da Motorrad – kam mir ganz schön schnell vor.
    Lieben Gruß
    Elke

    • khecke schreibt:

      Nein Elke, ich fahre nicht Motorrad. Ich fand dieses Video zufälligerweise bei youtube.
      Allerdings sieht man vom Ort Saint Paul nicht sehr viel, aber der Motorradfahrer ist an unserem Briefkasten unten an der Strasse vorbei gefahren. Seit Weihnachten – ein Geschenk meines Sohnes – haben wir aber da einen neuen Briefkasten.
      Immerhin bekommt ein bischen die Vorstellung, wie die Gegend hier aussieht.

  8. ute42 schreibt:

    Also ich möchte das nicht als Kaff bezeichnen sondern als ein idyllisches Dorf 🙂
    Wie oft sind wir in den USA durch Orte gefahren, bei denen ein Schild stand „Einwohner 6“ oder „Einwohner 12“. Ich fand das immer faszinierend.

  9. giselzitrone schreibt:

    Hallo lieber Karl-Heinz,schöne Fotos ich hoffe es geht dir und deiner Familie gut,hier in Köln liegt immer noch Schnee und es ist sehr Kalt.Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes Wochenende.Bei euch ist es sicher schön Warm.Lieber Gruß Gislinde

  10. minibares schreibt:

    Euer kleiner Ort zieht sich aber gewaltig hin. Ab und zu mal ein Briefkasten am Straßenrand. Dann der Ortskern.
    Sag mal, auf der Homepage ist das Wetter bzw. die Gradzahl ja in Celsius, das ist mir sehr sympathisch.
    Heute hat es geregnet, es gab KEIN Glatteis. Wir haben jetzt nach 22 Uhr 4 Grad + C
    Ganz liebe Grüße an dich ♥
    Bärbel

  11. frieda schreibt:

    Hallo Karl-Heinz,

    putzig, das Motorrad-Filmchen :mrgreen: – gute Idee.
    Sowas hab ich mal mit dem Fahrrad aufgenommen, da wird einem beim Gucken aber bisschen schwindelig, weil auch der Lenker zu sehen ist (bin freihändig gefahren und habe derweil die Kamera munter überall hin gehalten… *graus*).

    Stimmt, das ist wirklich „dörflich“ bei euch. Was aber besser finde als so Hochhaus an Hochhaus 😆

    Grüsse von frieda

  12. Irmgard Mailänder schreibt:

    Lieber Karl-Heinz,
    bei uns wird es, wenn es abfällig gemeint ist, manchmal „Pampa“ genannt, vor allem von Stadtbewohnern. Ich liebe es, auf dem Land zu leben, bin bekennendes „Landei“. In unserem Dorf gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten, die nächsten Orte, an denen eingekauft werden kann, sind ab zwei Kilometer Entfernung zu erreichen. Das erledige ich dann meist in einem Aufwasch, also mehrere Sachen miteinander, damit sich die Fahrt lohnt. Sinnlos möchte ich den Diesel nicht raushauen.
    Das mit der Post ist bei uns schon lange so. Da wurden die meisten echten Poststellen geschlossen und danach Postabteilungen in kleinen Läden aufgemacht. So ist weiterhin die Postversorgung gesichert, wenn auch manchmal unter den neugierigen Augen von (Dorf)Ladenbesitzern – es gibt ja auch Kontos bei der Postbank (ich hab keines), und nicht jeder mag es, wenn ein(e) neugierige(r) Ladenbesitzerin oder Ladenbesitzer weiß, wie viel Geld sich einer an Rente oder Gehalt ausbezahlen lässt.
    Bei uns sind es übrigens auch wieder Plusgrade, der ganze Schnee ist weg. Was bin ich froh, ich seh den Frühling schon kommen :-).
    Ich schick Dir liebe Grüße über den Teich, alles Liebe, Irmgard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s